Chorproben immer Mittwoch von 19:45 - 22:00 Uhr - Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen
Sängerinnen und Sänger, die bei einem unserer Projekte mitmachen möchten, melden sich bei Claudia Joerger, Vorstand des Beethovenchores Email vorstand@beethovenchor-lu.de oder Eckart Meyer, Webmaster des Beethovenchores Telefon 06202/40 94 694 Email webmaster@beethovenchor-lu.de Anmerkung: Kopieren Sie die obige Emailadresse und fügen diese in das Adressfeld einer neuen Email ein oder notieren Sie sich die Emailadresse, da diese zur Vermeidung von SPAM kein anklickbarer Link ist)
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12. Januar 2020 18 Uhr Pfalzbau Ludwigshafen (Konzertsaal) Festliches Konzert zum Beginn des Beethovenjahres Ludwig van Beethoven Missa solemnis für Soli, Chor und Orchester Yasmin Özkan - Hanna Roos Robert Franke - Manfred Bittner Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Musikalische Leitung: Tristan Meister Die Komposition der Missa solemnis geht auf Beethovens Freundschaft mit Erzherzog Rudolph von Österreich (1788–1831) zurück. Der Erzherzog war ein sehr begabter Schüler des Komponisten in Klavierspiel und Komposition; sowie auch ein Förderer Beethovens in materieller Hinsicht. Daher widmete Beethoven dem Freund mehrere seiner bedeutendsten Kompositionen, darunter die Oper Fidelio. Aus Anlass der Inthronisation des Erzherzogs zum Erzbischof von Olmütz am 9. März 1820 plante Beethoven die Komposition einer Messe. Ein Tagebuch-Eintrag Beethovens aus dem Jahr 1818 lässt vermuten, dass Beethoven bereits vor dem konkreten Anlass der Inthronisation Pläne zur Komposition einer Messe hegte. Die Bischofsweihe in Olmütz fand jedoch ohne die Aufführung der Messe statt, da sie in ihren Dimensionen weit über den üblichen Rahmen hinauswuchs und zu einer mehr als vierjährigen Suche Beethovens nach seinem Gottesverständnis wurde. Der Musiker betrieb intensive Forschungen auf den Gebieten der Theologie, Liturgik und der Geschichte der Kirchenmusik, von der Entstehungszeit des Gregorianischen Gesangs über Palestrina bis Bach und Händel. Wie die Skizzenbücher zur Missa solemnis belegen, entstanden etwa zwischen April 1819 und Juli 1820, also dem Zeitraum der Inthronisation Erzherzog Rudolphs, das Kyrie, das Gloria und das Credo, dann von November 1820 bis Juli 1821 fuhr er mit der Komposition des Sanctus (mit Benedictus) und den ersten beiden Teile des Agnus Dei fort. In einer dritten Arbeitsphase von April bis August 1822 schrieb Beethoven das Dona nobis pacem; bis November 1822 unternahm Beethoven Revisionen der Gesamtpartitur. Für Beethoven waren mit der Komposition der Missa solemnis auch Hoffnungen verbunden, auf diesem Wege nach der Inthronisation des Erzherzogs dessen Kapellmeister zu werden. Erste diesbezügliche Hoffnungen hatten sich im Jahr 1811 aber zerschlagen; auch im Jahr 1820 kam es zu keiner Berufung zum Kapellmeister, nachdem die von Erzbischof Rudolph geforderte termingerechte Ablieferung der Missa solemnis scheiterte. Die Erstaufführung fand nicht im sakralen Rahmen, sondern bei der Philharmonischen Gesellschaft in Sankt Petersburg auf Initiative eines russischen Adligen und Mäzens am 7. April 1824 statt. Die ursprünglich für Weihnachten 1823 geplante Uraufführung hatte sich durch die Einstudierung der anspruchsvollen Chorpartien, die sich als zeitaufwändiger als geplant erwies, sowie durch fehlerhaft kopierte Stimmensätze verzögert. Wer die Uraufführung vom 7. April 1824 leitete, ist unbekannt. 21. Juni 2020 Pfalzbau Ludwigshafen (Theatersaal) Ludwig van Beethoven Ouverture C-Dur Messe Chorfantasie Jan Wilke - Uraufführung eines Auftragswerkes mit Bezug auf Ludwig van Beethoven Sinfonieorchester der Musikschule Ludwigshafen Musikalische Leitung: Tristan Meister Angelika Lenter, Sopran Pauline Jorden, Alt Thomas Jakobs, Tenor Johannes Hill, Bass Ludwig van Beethoven „C-Dur Messe“ op. 86 Die Messe wurde von Ludwig van Beethoven von März bis August 1807 im Auftrag von Fürst Nikolaus II v. Esterhazy zum Namenstag von dessen Frau Maria Josepha Hermengilde von Lichtenstein geschrieben. Beethoven stand zur Zeit der Komposition seiner ersten Messvertonung unter dem Vorbild der von seinem Lehrer Joseph Haydn komponierten Messen, die er als »unnachahmliche Meisterstücke« ansah und während seiner Kompositionsarbeit auch studierte. Dies findet seinen Ausdruck darin, dass Beethovens Skizzen zum Gloria seiner C-Dur-Messe, wie im Jahre 1991 der Musikwissenschaftler McGrann und unabhängig von ihm auch Alan Tyson entdeckte, auch zwei Stellen aus Haydns Schöpfungsmesse enthalten. Die Messe wurde am 13. September 1807 in Eisenstadt uraufgeführt. Da dem Fürsten die Messe nicht zusagte, widmete Beethoven sie bei der Drucklegung dem Fürsten Kinsky. Teile der Messe wurden am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien aufgeführt. (An diesem Abend wurden daneben noch die 5. Sinfonie, die 6. Sinfonie, das 4. Klavierkonzert sowie die Chorfantasie op.80 uraufgeführt). Beethoven distanzierte sich mit dieser Messe von den traditionellen Messvertonungen und behandelte den Text nach eigener Angabe so, „wie er noch wenig behandelt worden“. Die berühmteste Messe von Beethoven wurde allerdings dann die Missa solemnis . Ludwig van Beethoven „Chorfantasie“ op. 80 Beethovens Chorfantasie ist in ihrer Kombination aus menschlicher Stimme, Klavier und Orchester ein Unikat. Die weit gespannte Klaviereinleitung gibt wahrscheinlich einen Eindruck von Beethovens eigenem Improvisieren, mit dem er in jungen Jahren die Wiener High Society bezauberte. Erst ganz am Schluss treten die Sänger dazu. Das Chorfinale mag ein wenig an Beethovens Neunte Symphonie erinnern, ohne allerdings deren Entschiedenheit zu erreichen oder auch nur anzustreben. Nicht um die Utopie einer besseren Welt geht es hier, sondern um ein Lob der Musik und des Gesangs. Beethoven schrieb die Chorphantasie op. 80 unmittelbar vor deren Uraufführung als Schluss-Stück seiner großen Akademie am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien. Die Klavierphantasie, mit der das Werk beginnt, improvisierte er im Konzert frei (das war sozusagen die Pointe des Auftritts). In dem mammutartigen Konzert wurden neben der Chorphantasie auch die 5. und 6. Sinfonie uraufgeführt. Außerdem standen das 4. Klavierkonzert, die Arie "Ah perfido" op. 65 und Teile der Messe op. 86 auf dem Programm. Wahrscheinlich führte auch die erdrückende Länge des Programms dazu, dass Beethoven u.a. mit der Chorphantasie den GAU, den Albtraum eines jeden Dirigenten und Komponisten erlebte: er musste sie abbrechen und neu beginnen lassen. Einerseits war die Komposition als solche sehr "pünktlich" zum Konzert fertig geworden, so dass nicht viele Proben stattgefunden hatten. Wahrscheinlich waren wegen der knappen Zeit auch die Noten hastig und fehlerhaft geschrieben worden. Das Ergebnis im Konzert war jedenfalls, dass an einer Stelle einige Instrumente auseinander gerieten. Beethoven selbst berichtet dem Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig am 7. Januar 1809: "Hauptsächlich waren die Musiker aufgebracht, dass indem aus Achtlosigkeit bey der einfachsten plansten Sache von der Welt gefehlt worden war, ich plötzlich stille ließ halten, und laut schrie[:] noch einmal"
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12. Januar 2020 18 Uhr Pfalzbau Ludwigshafen (Konzertsaal) Festliches Konzert zum Beginn des Beethovenjahres Ludwig van Beethoven Missa solemnis für Soli, Chor und Orchester Yasmin Özkan - Hanna Roos Robert Franke - Manfred Bittner Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Musikalische Leitung: Tristan Meister Die Komposition der Missa solemnis geht auf Beethovens Freundschaft mit Erzherzog Rudolph von Österreich (1788–1831) zurück. Der Erzherzog war ein sehr begabter Schüler des Komponisten in Klavierspiel und Komposition; sowie auch ein Förderer Beethovens in materieller Hinsicht. Daher widmete Beethoven dem Freund mehrere seiner bedeutendsten Kompositionen, darunter die Oper Fidelio. Aus Anlass der Inthronisation des Erzherzogs zum Erzbischof von Olmütz am 9. März 1820 plante Beethoven die Komposition einer Messe. Ein Tagebuch-Eintrag Beethovens aus dem Jahr 1818 lässt vermuten, dass Beethoven bereits vor dem konkreten Anlass der Inthronisation Pläne zur Komposition einer Messe hegte. Die Bischofsweihe in Olmütz fand jedoch ohne die Aufführung der Messe statt, da sie in ihren Dimensionen weit über den üblichen Rahmen hinauswuchs und zu einer mehr als vierjährigen Suche Beethovens nach seinem Gottesverständnis wurde. Der Musiker betrieb intensive Forschungen auf den Gebieten der Theologie, Liturgik und der Geschichte der Kirchenmusik, von der Entstehungszeit des Gregorianischen Gesangs über Palestrina bis Bach und Händel. Wie die Skizzenbücher zur Missa solemnis belegen, entstanden etwa zwischen April 1819 und Juli 1820, also dem Zeitraum der Inthronisation Erzherzog Rudolphs, das Kyrie, das Gloria und das Credo, dann von November 1820 bis Juli 1821 fuhr er mit der Komposition des Sanctus (mit Benedictus) und den ersten beiden Teile des Agnus Dei fort. In einer dritten Arbeitsphase von April bis August 1822 schrieb Beethoven das Dona nobis pacem; bis November 1822 unternahm Beethoven Revisionen der Gesamtpartitur. Für Beethoven waren mit der Komposition der Missa solemnis auch Hoffnungen verbunden, auf diesem Wege nach der Inthronisation des Erzherzogs dessen Kapellmeister zu werden. Erste diesbezügliche Hoffnungen hatten sich im Jahr 1811 aber zerschlagen; auch im Jahr 1820 kam es zu keiner Berufung zum Kapellmeister, nachdem die von Erzbischof Rudolph geforderte termingerechte Ablieferung der Missa solemnis scheiterte. Die Erstaufführung fand nicht im sakralen Rahmen, sondern bei der Philharmonischen Gesellschaft in Sankt Petersburg auf Initiative eines russischen Adligen und Mäzens am 7. April 1824 statt. Die ursprünglich für Weihnachten 1823 geplante Uraufführung hatte sich durch die Einstudierung der anspruchsvollen Chorpartien, die sich als zeitaufwändiger als geplant erwies, sowie durch fehlerhaft kopierte Stimmensätze verzögert.Wer die Uraufführung vom 7. April 1824 leitete, ist unbekannt. 21. Juni 2020 18 Uhr Pfalzbau Ludwigshafen (Theatersaal) Ludwig van Beethoven Ouverture C-Dur Messe Chorfantasie Jan Wilke - Uraufführung eines Auftragswerkes mit Bezug auf Ludwig van Beethoven Sinfonieorchester der Musikschule Ludwigshafen Musikalische Leitung: Tristan Meister Angelika Lenter, Sopran Pauline Jorden, Alt Thomas Jakobs, Tenor Johannes Hill, Bass Ludwig van Beethoven „C-Dur Messe“ op. 86 Die Messe wurde von Ludwig van Beethoven von März bis August 1807 im Auftrag von Fürst Nikolaus II v. Esterhazy zum Namenstag von dessen Frau Maria Josepha Hermengilde von Lichtenstein geschrieben. Beethoven stand zur Zeit der Komposition seiner ersten Messvertonung unter dem Vorbild der von seinem Lehrer Joseph Haydn komponierten Messen, die er als »unnachahmliche Meisterstücke« ansah und während seiner Kompositionsarbeit auch studierte. Dies findet seinen Ausdruck darin, dass Beethovens Skizzen zum Gloria seiner C-Dur-Messe, wie im Jahre 1991 der Musikwissenschaftler McGrann und unabhängig von ihm auch Alan Tyson entdeckte, auch zwei Stellen aus Haydns Schöpfungsmesse enthalten. Die Messe wurde am 13. September 1807 in Eisenstadt uraufgeführt. Da dem Fürsten die Messe nicht zusagte, widmete Beethoven sie bei der Drucklegung dem Fürsten Kinsky. Teile der Messe wurden am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien aufgeführt. (An diesem Abend wurden daneben noch die 5. Sinfonie, die 6. Sinfonie, das 4. Klavierkonzert sowie die Chorfantasie op.80 uraufgeführt). Beethoven distanzierte sich mit dieser Messe von den traditionellen Messvertonungen und behandelte den Text nach eigener Angabe so, „wie er noch wenig behandelt worden“. Die berühmteste Messe von Beethoven wurde allerdings dann die Missa solemnis . Ludwig van Beethoven „Chorfantasie“ op. 80 Beethovens Chorfantasie ist in ihrer Kombination aus menschlicher Stimme, Klavier und Orchester ein Unikat. Die weit gespannte Klaviereinleitung gibt wahrscheinlich einen Eindruck von Beethovens eigenem Improvisieren, mit dem er in jungen Jahren die Wiener High Society bezauberte. Erst ganz am Schluss treten die Sänger dazu. Das Chorfinale mag ein wenig an Beethovens Neunte Symphonie erinnern, ohne allerdings deren Entschiedenheit zu erreichen oder auch nur anzustreben. Nicht um die Utopie einer besseren Welt geht es hier, sondern um ein Lob der Musik und des Gesangs. Beethoven schrieb die Chorphantasie op. 80 unmittelbar vor deren Uraufführung als Schluss-Stück seiner großen Akademie am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien. Die Klavierphantasie, mit der das Werk beginnt, improvisierte er im Konzert frei (das war sozusagen die Pointe des Auftritts). In dem mammutartigen Konzert wurden neben der Chorphantasie auch die 5. und 6. Sinfonie uraufgeführt. Außerdem standen das 4. Klavierkonzert, die Arie "Ah perfido" op. 65 und Teile der Messe op. 86 auf dem Programm. Wahrscheinlich führte auch die erdrückende Länge des Programms dazu, dass Beethoven u.a. mit der Chorphantasie den GAU, den Albtraum eines jeden Dirigenten und Komponisten erlebte: er musste sie abbrechen und neu beginnen lassen. Einerseits war die Komposition als solche sehr "pünktlich" zum Konzert fertig geworden, so dass nicht viele Proben stattgefunden hatten. Wahrscheinlich waren wegen der knappen Zeit auch die Noten hastig und fehlerhaft geschrieben worden. Das Ergebnis im Konzert war jedenfalls, dass an einer Stelle einige Instrumente auseinander gerieten. Beethoven selbst berichtet dem Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig am 7. Januar 1809: "Hauptsächlich waren die Musiker aufgebracht, dass indem aus Achtlosigkeit bey der einfachsten plansten Sache von der Welt gefehlt worden war, ich plötzlich stille ließ halten, und laut schrie[:] noch einmal"